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Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast – Buch von Barbara Sher

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Menschen die wissbegierig sind, vieles ausprobieren und sich nur schwer entscheiden können, werden in unserer Gesellschaft schnell als unstet und unzuverlässig abgeurteilt. Gehören Sie auch zu den Menschen für die ein Leben zuwenig ist?  Die am liebsten alles sehen, erfahren, lernen und erleben möchten was diese Welt im Angebot hat? Entscheidung bedeutet für sie Beschränkung? Dann bleibt  Ihnen nur eins, entweder zum Buddhismus wechseln, für gutes Karma sorgen und auf mehrere Menschenleben hoffen oder sich das Buch von Barbara Sher „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“ zu verinnerlichen.

 Barabara Sher bezeichnet diesen Schlag von Menschen als Scanner. Ich gehöre wohl auch dazu. Scanner sind Personen die sehr viele Talente besitzen und ein maßloses Interesse an Umgebung, Wissensgebiete und Kultur besitzen. 11 Scanner Typen hat sie ausgeforscht und liefert diesen in ihrem Ratgeber gleich praktikable Ratschläge.

 Ein Typus nennt sie Doppel-Agent. Hier handelt es sich um jene die an dem „Entweder-oder-Denken“ scheitern. Das eine Leben ist das sie leben möchten, das andere erfordert das Pflichtbewusstsein. Dabei gehen Kreativität und  unkonventionelles Denken verloren. Sie schalten ihr Denken ab und kapitulieren. Das Entweder-oder Denken vernichtet alle Träume. Das muss nicht sein, kombinieren verspricht die Lösung. Zum Bespiel in der Nähe der Eltern wohnen, aber regelmäßig Urlaub in dem Land verbringen, in dem sie eigentlich leben wollen. Lehrer zu sein ist ein lebbares Modell dazu. Somit haben Sie nicht nur den ganzen Sommer zur Verfügung ihrer zweiten Leidenschaft nachzugehen.

 Das große Problem der Scanner, sie passen nicht in das Schema unserer heutigen Gesellschaft. Ein Leonardo da Vinci, eines der drei Universalgenies der Renaissance, erntet heute Bewunderung. Ein Scanner von heute wird beinahe dafür geächtet, dass er sich nicht wirklich für einen Job oder ein Hauptinteresse entscheiden kann.

 Für Scanner selbst ist dieser Lebensumstand auch sehr unbefriedigend. Junge Menschen plagt das schlechte Gewissen weil sie sich gar nicht oder nur schwer für eine Ausbildungsrichtung entscheiden können. Sie starten mehrere Ausbildungen, aber schließen keine ab. Ständig getrieben endlich das Richtige und das Erfüllende zu finden.  Schließlich war es bei den Eltern auch so und bei den Generationen davor. Doch irgendwie tritt der Moment der Zufriedenheit und der Erkenntnis, jetzt hab ich es, nie ein.

 Barabara Sher spricht einem Scanner einfach nur aus der Seele, man fühlt sich endlich verstanden. Vor allem, sie präsentiert in Ihrem Buch anschaulich ein paar sehr hilfreiche Methoden damit wir unseren Alltag besser bewältigen und vor allem unsere Kreativität, unsere Ideen aufs Blatt Papier bringen und vielleicht sogar die eine oder andere Idee erfolgreich umsetzen.

 Eine wichtige Erkenntnis ist die Tatsache, dass wir nicht alle unsere Ideen in  die Realität umsetzen müssen. Wir sind sehr kreative, neugierige Menschen und besitzen eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Dadurch produzieren wir mehr Ideen und Design als andere Erdenbürger.

 Im Ersten Schritt rät Sher, sollen wir uns unsere Ideen sammeln. Ist sie bereits etwas länger durchdacht, dann auch Ausgestaltung der Idee notieren. Wichtig ist vor allem, lassen Sie Platz für Ergänzungen.

 Mit der Zeit werden Sie ein wundervolles Ideen Buch, sie können dieses weiterreichen und vielleicht setzt einer ihrer Nachfahren eine ihrer Ideen um!

 Wir sind wie Bienen schreibt Sher, von einer Blumen zu Nächsten und überall holen wir unseren Nektar, also neues Wissen, das wir wiederum weitergeben können z.B.: in Form von Ideen. Wir müssen uns dafür nicht schämen und von Bienen behauptet schließlich auch niemand dass sie nutzlos sind.  Vielleicht sind wir nun mal Designer und für die genaue Ausführung besitzt wieder ein anderer Erdenbürger mehr Talent wie wir.

 Eine andere Hürde auf unserem Lebensweg ist der Wald. Sie kennen das Sprichwort `man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht´? Auch dafür hat Sher eine nützliches Hilfsmitte,l die Flowchart und drei magische Schritte. Erster Schritt, rückwärts planen. Zweiter Schritt, Ängste aufdecken und dritter Schritt Fristen in Verbindung mit Helfern festlegen.

Hier veranschaulicht sie wieder die Theorie wunderbar mit einem nachvollziehbaren Beispiel. Fangen sie beim Endprodukt an und überlegen sie sukzessive durch welche Vorschritte es benötigt.

Sher plant in diesem Fall ein Abendessen für 12 Personen. Ziel ist das Essen und die Einladung der Gäste. Das heißt man muss die Gäste einladen, der Schritt davor, ich benötige Kontaktdaten.

 Mir hat das Buch geholfen zu mir selbst zu finden, aber auch vor allem die Selbstzweifel abzulegen. Ich habe damit innere Gelassenheit und Zufriedenheit gefunden und fühle mich zum ersten Mal richtig wohl in meinem Leben und auf meinem Platz in dieser Gesellschaft.

Katharina Teufl

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